MAN GLAUBT ES KAUM.

Auch einer der renommiertesten Juweliere Österreichs hat einmal klein angefangen. Lesen Sie hier die Erfolgsstory vom Aufstieg einer Juweliersdynastie im Lauf von über 100 Jahren. Vom ehrgeizigen Goldschmiedgesellen über die Verleihung des ehrenvollen Titels eines k.u.k. Hoflieferanten bis hin zur Neugestaltung des Geschäftslokals am Graben.

1865 _

Der erste Juwelier der Familiendynastie Heldwein wird geboren: Anton Heldwein (1865 - 1937). Die Familie Heldwein selbst stammt vermutlich aus Neustadt an der Weinstraße in der Pfalz, Anton wird aber bereits in Wien zum Goldschmied ausgebildet. Und zwar bei der Firma Schwippel. Bei seinem Schwager, dem Juwelier Julius Hügler absolviert er seine Meisterprüfung und wird dort auch bald Geschäftsführer. Kurz darauf legt er den Grundstein zur Unternehmensgeschichte, genauer gesagt im Jahr

1902 _

Anton Heldwein und seine Frau Lotte wagen den Sprung ins kalte Wasser und machen sich selbständig. Übrigens stammt Lotte als geborene Siess selbst aus einer einflussreichen Wiener Juweliersfamilie, was umso weniger schadet, als sie damit wahrscheinlich auch die nötige finanzielle Unterstützung für das gemeinsame Unterfangen einbringt.
Anton Heldwein beginnt nun, seine eigenen Schmuckstücke zu entwerfen, arbeitet aber auch eng mit namhaften Künstlern der bekannten Wiener Werkstätte zusammen. Ab hier kann man vom ‘kometenhaften Aufstieg’ des Hauses Heldwein sprechen:

1906 _

Anton Heldwein erhält den Titel eines k.u.k. Hoflieferanten. Es ist eine hohe Auszeichnung und große Ehre für das junge Paar, den Kaiser selbst als Kunden beliefern zu dürfen. Der eigentliche Hauptkunde ist jedoch der Erzherzog von Österreich-Este, Franz Ferdinand. Er gibt bei Juwelier Heldwein gerne Schmuckstücke und edle Geschenke in Auftrag.

1938_

Die nächste Generation kommt ans Ruder. Nach dem Tod des alten Heldwein übernimmt sein Sohn Hans voller Elan die Geschäfte. Doch der Krieg macht auch vor der Familie Heldwein keinen Halt: Hans muss an die Front und seine Mutter leitet gemeinsam mit seinem Bruder Walter die Geschäfte. Alle überleben das.

1942_

Mit der Übersiedlung des Geschäfts wird ein neues Kapitel in der Familiengeschichte aufgeschlagen, von der noblen Milchgasse in der Wiener Innenstadt geht es auf den noch nobleren Graben, Ecke Bräunerstraße. Hier gefällt es den Heldweins und ihren Kunden schließlich so gut, dass sie gleich dort bleiben. Bis heute.

1945_

Alles läuft bestens. Aber dann...
Russische Soldaten plündern das Geschäft von oben bis unten. In den folgenden Jahren kann sich das Unternehmen nur mühsam wieder aufrichten. In diesen – auch für die Kunden – mageren Jahre lassen viele lieber ihre alten Schmuckstücke umarbeiten, statt neue zu erwerben. Das Atelier Heldwein wird damit endgültig zum Herzstück des Unternehmens.

1958_

Heldwein holt seinen Sohn Karlhans in die Geschäftsleitung. In diesen Wirtschaftswunderjahren wird der Name Heldwein weit über Wien hinaus bekannt – durch seine Schmuck-Mode- Schauen mit den namhaftesten Couturièrs der Stadt – wie dem Hause Adlmüller.

1971_

Karlhans Heldwein und seine Frau Ulli führen jetzt das Haus am Graben. Gemeinsam überstehen sie die geschmacksmäßig turbulenten 70er und 80er Jahre mit Würde und Stil und übergeben ein florierendes Geschäft an ihren Sohn Anton Heldwein.

1991_

Anton Heldwein übernimmt die Geschäftsführung. Nach abgeschlossenem Wirtschaftsstudium, nationaler und internationaler Erfahrung im Handwerk sowie zusätzlichen Ausbildungen im Management und als Gemmologe führt er das traditionsreiche Unternehmen erfolgreich ins 21. Jahrhundert. Und er baut um.

2008_

Das Geschäft am Graben zeigt nun ein völlig neu konzipiertes, modernes Ambiente, das durch Offenheit, zugleich aber auch Diskretion besticht. In zweiter Ehe verheiratet, schreibt Anton Heldwein mit seiner Frau Barbara und ihren gemeinsam 6 Kindern heute weiter an der erfolgreichen Wiener Familiengeschichte.

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